WGK: Wassergefährdungsklassen - im Lager von VS Logistics sicher verwahrt

Der Umgang und die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen stellt Betriebe vor große Herausforderungen. Bereits die Einstufung in Wassergefährdungsklassen erfordert hohe Fachkenntnisse. Hinzu kommen technische und organisatorische Anforderungen. VS Logistics bietet behördlich zugelassene Lagerflächen für Güter der Wassergefährdungsklassen 1, 2 und 3, modernste Sicherheitstechnik und qualifiziertes Personal mit Erfahrung aus zahlreichen Projekten.

Was sind Wassergefährdungsklassen?

Wasser ist ein kostbares Gut. Daher trägt die Logistik Verantwortung unsere Gewässer vor Verunreinigungen zu schützen. Sowohl beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen als auch bei deren Lagerung ist ein hohes Maß an Sorgfalt und Expertise gefragt. Alle Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sind so zu betreiben, dass keine Beeinträchtigung von Oberflächengewässern, Küstengewässern und Grundwasser erfolgen kann.

Im ersten Schritt müssen dazu die verwendeten Güter auf ihre wassergefährdenden Eigenschaften geprüft und in Wassergefährdungsklassen (WGK) eingestuft werden. Die Einstufung von Stoffen in eine der drei Wassergefährdungsklassen erfolgt nach einem Punktesystem, abhängig von der Toxizität, Abbaubarkeit, Bioakkumulation und irreversiblen Wirkung. Sind Gütern sogenannte Multiplikationsfaktoren zugeordnet, müssen diese bei der Berechnung berücksichtigt werden.

Wassergefährdungsklassen Beispiele

WGK 1

(0 bis 4 Punkte)

schwach wassergefährdend

Ethanol, Methanol, Isopropanol, Aceton, Glycerin, Natronlauge, unlegierte Schmieröle auf Mineralölbasis, Salz, Schwefel- und Salpetersäure

WGK 2

(5 bis 8 Punkte)

deutlich wassergefährdend

Ammoniak, Chlor, Toluol, Styrol, Königswasser, Salpetersäure (rauchend), Dieselkraftstoff, legierte Schmieröle auf Mineralölbasis

WGK3

(9 Punkte und mehr)

stark wassergefährdend

Chlorierte Kohlenwasserstoffe, Benzol, Cadmiumsulfat und -nitrat, Altöle

 

AwSV: Logistics meets Umweltschutz – der sichere Umgang mit Wassergefährdungsklassen

Mit der Einteilung in Wassergefährdungsklassen sind bestimmte bauliche Anforderungen für Lageranlagen verbunden. Den rechtlichen Rahmen hierfür liefert die zum 1. August 2017 novellierte Verordnung über "Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" (AwSV). Die AwSV gilt bundesweit und stellt Betriebe vor die Herausforderung, Stoffe hinsichtlich ihrer Einstufung in eine Wassergefährdungsklasse zu prüfen sowie den Umgang und die Lagerung gemäß diesem sicherheitstechnischen Regelwerk zu gewährleisten.

Stoffe und Gemische, die vor Inkrafttreten der AwSV zu einer Wassergefährdungsklasse zugeteilt waren, gelten weiterhin als eingestuft. Besteht ein Eintrag in der "Rigoletto"-Datenbank des Umweltbundesamtes, ist eine erneute Bewertung nicht erforderlich. Gegebenenfalls sind geänderte technische Anforderungen an die Anlagen und neue organisatorische Anforderungen an die Anlagenbetreiber zu beachten.

Die sichere Lagerung von wassergefährdenden Stoffen

Zusätzlich zu den Vorschriften für den Umschlagbereich sind im AwSV gesonderte Anforderungen für die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen definiert. Diese umfassen:

  • Bauliche Anforderungen an die Befestigung und Abdichtung von Bodenflächen, das Rückhaltevermögen für austretende Flüssigkeiten (Löschwasser und Leckageflüssigkeit).

  • Technische Anforderungen an die Lagerbehälter. Bei flüssigen Stoffen mit einer Wassergefährdungsklasse sind zum Beispiel Überfässer und mobile Auffangwannen erforderlich.

  • Infrastrukturelle Maßnahmen wie Störmeldeeinrichtungen, regelmäßige Kontrollen, Alarm- und Maßnahmepläne für den Notfall. Hinzu kommt die Pflicht zu Notfallübungen und Betriebsanweisungen sowie ein Bestandsplan über alle eingelagerten Güter der Wassergefährdungsklassen.

Für die rechtskonforme Lagerung von Wassergefährdungsklassen ist außerdem darauf zu achten, ob die Stoffe hinsichtlich ihrer Einstufung in eine Wassergefährdungsklasse separat von anderen Gütern gelagert werden müssen und welche Fachkenntnisse die mit der Lagerung beauftragten Mitarbeiter benötigen.

Für Ihre betriebliche Praxis bedeutet das: Auch für kleinere Mengen an potentiell wassergefährdenden Stoffen müssen Sie hohe Investitionen in technische Maßnahmen tätigen, um den Betrieb eines Lagerbereichs genehmigungsrechtlich abzusichern. Zusätzlich benötigen Sie qualifiziertes Personal, das im Umgang und der Lagerung von Wassergefährdungsklassen geschult ist.

VS Logistics: Ihr spezialisiertes Lager für Wassergefährdungsklassen

WGK-Güter müssen so gelagert sein, dass eine Beeinträchtigung von Gewässern durch Leckagen ausgeschlossen ist. Im Unglücksfall dürfen keine wassergefährdenden Stoffe in Gewässer oder das Abwasser gelangen. Mit dem Gefahrstofflager in Würzburg stellt VS Logistics eine rechtskonforme Lagerung sicher. Unser Warehousing Zentrum verfügt über behördlich zugelassenen Lagerflächen für Stoffe der Wassergefährdungsklassen 1, 2 und 3.

Die Überwachung der Lagerbereiche erfolgt IT-basiert, eine Brandmeldeanlage, Löschtechnik und Löschwasserrückhaltung gewährleisten höchste Sicherheit. Im Umschlagbereich stehen Auffangwannen und geeignete Bindemittel für schadhafte Gebinde bereit. Unser Personal ist in Bezug auf die Lagerung von Wassergefährdungsklassen geschult.

VS Logistics hat langjährige Erfahrung aus zahlreichen Projekten für kleine und mittlere Betriebe ebenso wie für große DAX-Unternehmen. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt und der kostbaren Ressource Wasser ist für uns selbstverständlich. Unter konsequenter Beachtung der AwSV sorgen wir jederzeit für einen sicheren Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und das ordnungsgemäße Lagern aller Wassergefährdungsklassen.

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